Das ABC der Überwindung der Corona-Krise

Pädagoginnen und Pädagogen für den Frieden

Zum Weltfriedenstag am 21. September

Das ABC der Überwindung der Corona-Krise

von Bernhard Nolz

Allüberall-Krieg

Angela Merkel und Bill Gates wollen den Krieg gegen die (Welt-) Bevölkerung erst beenden, wenn alle gegen Corona geimpft sind.

Zunächst hatte die Bundeskanzlerin im März 2020 von einer großen Herausforderung gesprochen und an den kriegerischen Gemeinsinn des 2. Weltkriegs erinnert und den unsichtbaren Virus-Feind beschworen. Sie weiß, die Deutschen lieben die unsichtbaren Herausforderungen und den Revisionismus.

Dazu kam es dann aber nicht. Denn wegen des noch nicht zur Verfügung stehenden Kampfstoffes ließ man den unsichtbaren Feind ins Leere laufen, indem man rechtzeitig die Unsichtbarmachung der Bevölkerung befohlen hatte.

Ausgangssperren, Kontaktverbote und Lockdowns hatten sich schon als wirksame Gewaltmittel im Kriegsterror nach dem 11. September erwiesen. Wie in jedem Krieg waren die Herrschenden auch dieses Mal bereit, die menschlichen und sozialen Begleitschäden der Gewaltmaßnahmen unbeachtet zu lassen. Die Pandemie-Kriegsprofiteure hingegen können sich nicht beklagen.

Bürger:innen als Kriegsschauplatz

Der unsichtbare Krieg schleppte sich hin, das Kriegsszenario musste geändert werden. Man konnte des unsichtbaren Feindes nur habhaft werden, wenn man ihn im Menschen lokalisierte. Der Krieg gegen die Viren musste zu einem Krieg gegen alle Virusträger:innen mutieren, was mit einer doppelten „Kriegslist“ mühelos gelang.

Zum Einen wurden alle Menschen zu Gesundheitsgefährdern umdeklariert und als Dauerkranke eingestuft. D.h. sie sind ihres Grundrechts auf körperliche Unversehrtheit entledigt und ungeschützt allen Angriffen und Eingriffen wie Masken, Tests, Isolation und Beraubung ausgesetzt.

Das zweite Manöver bestand darin, den Angriffsort des Virus vom vorderen Mund-Nasen-Rachenraum in die Tiefen des Körpers hinein zu verlegen, wo auch der angekündigte „Impfstoff“ – wie die Vorhersehung es wollte – seine Wirkkraft erzielen würde.

Auf dem Virus-Kriegsschauplatz Corona hat der Bürger als markierter Virusträger seine Souveränität verloren und muss mit Diskriminierung rechnen. Auch wer geimpft, getestet oder genesen ist, bleibt im Fadenkreuz der Corona-Krieger. Indem er ständig seine Angriffskoordinaten mit sich herumträgt, kann der Bürger jederzeit zum Ziel manipulativer oder zerstörerischer Angriffe oder Eingriffe des Staates, der Medien oder privater Gewalttäter werden.

Chor der Gesunden

Mit der Unlust der im Bundestag vertretenen Parteien, die Gesundheitsvorsorge mit demokratischen Mitteln zu organisieren, lässt sich die Vernarrtheit der Volksvertreter:innen in den Ausnahmezustand nur unzureichend erklären.

Wer den Kontakt zum Leben verloren hat, wird zu den sozialen Wurzeln zurückkehren wollen. Dort werden die Menschen und die Menschenrechte Wert geschätzt und es wird festgehalten an der Kraft der Wahrheit und der Liebe. In Frieden leben heißt, ein selbstbestimmtes Leben in der Gemeinschaft mit anderen verwirklichen zu können.

Zu gewaltfreien Formen der Kooperation finden wir zusammen / Wir haben die Geschichte der Befreiung nicht vergessen / Das Soziale verteidigen wir

Bernhard Nolz ist Aachener Friedenspreisträger und Zivilcourage-Preisträger. Als Friedenspädagoge bewegt er sich in kommunalen Bildungslandschaften. Er ist Sprecher der Pädagoginnen und Pädagogen für den Frieden. www.friedenspaedagogen.de

Zeitzeugen-Gespräche – Erinnerungen an den 11. September 2001 und den Krieg gegen den Terror

Wir möchten auf eine Veranstaltung anlässlich des 20. Jahrestages der Anschläge von New York aufmerksam machen, auf der die Terroranschläge und die Kriegsfolgen aus Sicht der Menschen unserer Region betrachtet werden sollen.

20 Jahre „11. September“ und „Krieg gegen den Terror“

Zeitzeugen-Gespräche: Erinnerungen an „9/11“ und die Folgen

Einführung: Bernhard Nolz, Friedenspreisträger

Donnerstag, 16. September 2021, 19.00 Uhr

VHS, KrönchenCenter, Markt 25, Siegen-Oberstadt

Eine Veranstaltung der Volkshochschule Siegen und des Zentrums für Friedenskultur.

Die Terroranschläge vom 11. September 2001 haben die ganze Welt erschüttert. Auf der Veranstaltung wollen wir mit Zeitzeug:innen und mit Interessierten über die damaligen Ereignisse ins Gespräch kommen und über ihre Auswirkungen auf die Menschen und die Gesellschaft sprechen.

In der 2. Hälfte der Veranstaltung gibt Bernhard Nolz einen Überblick über einige Facetten des 20-jährigen „Krieges gegen den Terror“ und die weltweiten Gegenbewegungen – mit anschließender Diskussion.

Bitte beachtet die aktuellen Corona-Regelungen der Volkshochschule Siegen.

Zentrum für Friedenskultur (ZFK)

Kölner Straße 11, 57072 Siegen

0171 8993637, nolzpopp@web.de

www.friedenspaedagogen.de

Den Ausnahmezustand beenden!

Pädagoginnen und Pädagogen für den Frieden (PPF)

Den Ausnahmezustand beenden – den inneren Frieden wieder herstellen

Mit den Corona-Maßnahmen haben sich die Regierenden im Bund und in den Ländern für die gewaltsame Durchsetzung ihrer Gesundheitspolitik entschieden. Sie haben die demokratischen Grundrechte und die Gewaltenteilung außer Kraft gesetzt, indem sie den Ausnahmezustand als zusätzliches Herrschaftsinstrument geschaffen haben.

Der innere Frieden in Deutschland hat Schaden genommen. In der Friedensbewegung hat es gegen diesen Gebrauch struktureller Gewalt wenig Widerstand gegeben, obwohl sie gewissermaßen doppelt betroffen ist: Die Friedensbewegung hat sich immer auch als Demokratiebewegung verstanden.

Die Organisationen und Vertreter*innen der Friedens-Demokratie-Bewegung haben strukturelle Gewalt stets als eine „vermeidbare Beeinträchtigung grundlegender menschlicher Bedürfnisse“ (Galtung) angesehen. Deshalb sollten wir jetzt nicht zögern, öffentlich zu fordern, dass der Ausnahmezustand nicht um weitere drei Monate verlängert wird, bis über den Termin der Bundestagswahl (26.09.21) hinaus.

Können Bundestagswahlen unter den Bedingungen des Ausnahmezustands als demokratisch gelten?

Mit unserem Einsatz für Frieden und Demokratie stehen wir in Europa nicht alleine. Auch in anderen europäischen Ländern regt sich Widerstand, weil auch dort der Ausnahmezustand fortgesetzt werden soll. Gemeinsam können wir uns für die Demokratie mit friedlichen Mitteln einsetzen und einer Kultur des Friedens zum Durchbruch verhelfen.

Denn der Geltungsanspruch der Verfassung lebt davon, dass er auch tatsächlich beachtet wird. Nehmen wir ihn selbst nicht ernst, schaffen wir Präjudizien für andere, die Rechtstaatlichkeit und Freiheit als politische Hemmnisse begreifen und abschaffen wollen – erst in der Ausnahme und dann in der Normalität. Und die politischen Verhältnisse können sich ändern – gerade in oder nach einem Ausnahmezustand.“
(Jurist Prof. Dr. Thomas Mayen, https://anwaltsblatt.anwaltverein.de/de/anwaeltinnen-anwaelte/anwaltspraxis/coronakrise-der-verordnete-ausnahmezustand)

Pädagoginnen und Pädagogen für den Frieden, Bernhard Nolz/Jan Meyer-Krügel, Kölner Str. 11, 57072 Siegen
0171 8993637, nolzpopp@web.de, www.friedenspaedagogen.de

 

In Frieden und Freiheit leben!

Pressemitteilung des Siegener Zentrums für Friedenskultur (ZFK)

Zum 8. Mai 2021: In Frieden und Freiheit leben!

Mit der Kapitulation Deutschlands am 8. Mai 1945 war der 2. Weltkrieg in Europa beendet, und es war das Ende der NS-Diktatur in Deutschland. Der 8. Mai wird als Tag der Befreiung von Krieg und Faschismus gewürdigt. In diesem Jahr will die Würdigung nicht gelingen.

Zum Einen lastet auf Europa die Drohung der atomaren Selbstvernichtung. Ganz West-Europa ist mit US-amerikanischen, britischen und französischen Atomwaffen bestückt, die mit deutscher Unterstützung gegen Russland und dessen Atomwaffen in Stellung gebracht werden.

Aus der Geschichte des 2. Weltkriegs wissen wir, dass die gegen einen Feind gerichtete Waffe immer auf die eigene Bevölkerung zurückschlägt. Siegen wurde 1944 Ziel alliierter Bombenangriffe nicht zuletzt deshalb, weil die errichteten Kriegsbauten auf ein weit verzweigtes Tunnelsystem hinwiesen, wo Kriegswaffen produziert und gelagert wurden. Die vor den Bombenangriffen in den Hochbunkern Schutzsuchenden wurden von den NS-Verbrechern als menschliche Schutzschilde missbraucht.

Um einen solchen Missbrauch zu verhindern, steht die völlige Entwaffnung des europäischen Kontinents auf der Tagesordnung. Nur so können Menschen und Natur, Klima und Infrastruktur gerettet werden. Wenn wir uns von der Kriegslogik verabschieden, brauchen wir weder Waffen noch Soldaten und vor allem keine bösen Feinde mehr. Der wichtigste Schritt wäre die Rückkehr der internationalen Politik zum Friedensgebot der Charta der Vereinten Nationen und zur uneingeschränkten Anerkennung der Menschenrechtskonvention.

Daraus ergibt sich ein weiterer Grund, warum eine Würdigung des 8. Mai in diesem Jahr nicht gelingen will.

Die Menschenrechtssituation in Deutschland ist bedrückend. Der Ausnahmezustand erweist sich als Grab der Freiheit. Die Menschen fühlen sich eingesperrt und jeglicher Zukunftsaussichten beraubt. Eltern müssen miterleben, wie ihre Kinder durch Dauertests und Vereinsamung körperlich und seelisch Schaden nehmen. Große Teile der Bevölkerung sehen das berufliche Fortkommen und ihre finanziellen Grundlagen zerstört. Zusätzlich fühlen sie sich von der sich abzeichnenden Inflation und den negativen Folgen für die Wirtschaft bedroht. Angst und Anspannung werden für viele unerträglich und machen sich in Gewaltausbrüchen Luft. Viele Linke und Menschen aus der Mitte sehen sich als Querdenker*innen in die rechte Ecke gestellt.

Das neue „Heil“ sollen die Impfungen bringen. Mit Schaudern nehmen die Menschen zur Kenntnis, dass der Chemie-Cocktail tötet und Schwerstbehinderungen zur Folge hat. Weil die Impfung auch vor einer Infektion nicht richtig schützt, werden Ängste übermächtig. Wenn die Regierenden Befehle erteilen und Mainstream-Medien ihr Sprachrohr sind, sehen die Menschen sich unterdrückt und verlieren Vertrauen und Zuversicht.

Eine ständig in die Verlängerung gehende Gesundheitsdiktatur ist ein Irrweg. Frieden und Freiheit sind in den Herzen der Menschen.

Ansprechpartner: Bernhard Nolz, ZFK-Leiter, Friedenspädagoge, Aachener Friedenspreisträger und Zivilcourage-Preisträger.

0171 8993637, nolzpopp@web.de, www.friedenspaedagoegen.de

COOPERONA – Geschichten über kooperative Lebensweisen

COOPERONA1

Geschichten über kooperative Lebensweisen

von Bernhard Nolz

Der Bürgermeister als Bäcker

In einem Zeitungsbericht las ich kürzlich, dass die Kleinstadt Wolframs-Eschenbach, im bayerischen Franken nahe Nürnberg gelegen, eine kommunale Stadtbäckerei mit Café betreibt, die vorher zwei Jahre leer gestanden hatte. In Deutschland gibt es über 300 Dorfläden, aber eine von der Kommune betriebene Bäckerei ist einmalig, passt aber vom Modell her zur Spalter Stadtbrauerei, die der Stadt Spalt seit 140 Jahren gehört. Spalt ist nur 10 km Luftlinie von Wolframs-Eschenbach entfernt.

Museum der etwas anderen Art

Bevor ich auf die wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Aspekte zurück komme, möchte ich bekunden, dass mein Herz an der Stadt Wolframs-Eschenbach hängt. Das hat zum Einen seinen Grund darin, dass mein verstorbener Partner Wolfgang Popp ganz in der Nähe, in Muhr am See, geboren wurde und wir viele wunderschöne Urlaube in Franken verbracht haben und dabei immer mal wieder Wolframs-Eschenbach besucht haben.

Zum Anderen beherbergt die Stadt das Wolfram von Eschenbach Museum, das dem mittelalterlichen Dichter Wolfram gewidmet ist, der den Beinamen von Eschenbach trug oder erhielt, obwohl nicht gesichert ist, dass er dort geboren ist. Witzig jedenfalls ist es, dass der Ort Obereschenbach 1917 nach dem Dichter in Wolframs-Eschenbach umbenannt wurde. So ähnlich wie die russische Stadt Nischni Nowgorod, die zu Sowjetzeiten (bis 1990) den Namen Gorki trug, nach dem dort geborenen Schriftsteller Maxim Gorki.

Im Museum hat mir besonders ein großer halbierter Globus imponiert. Er zeigt eine Karte vom damaligen Europa, in dessen Mittelpunkt Eschenbach eingezeichnet ist. Von dort sind Verbindungslinien zu Orten gezogen, an denen Wolfram sich aufgehalten hat. Andere bedeutende Städte gibt es auf der Karte nicht. Es entsteht ein völlig auf Wolfram bezogenes Bild von der Welt: eine faszinierende, in sich ruhende Vorstellung vom Weltengeschehen, das findet man in Wolframs-Eschenbach, möglicherweise auch im Gasthaus um die Ecke beim fränkischen Nationalgericht, dem Schäufele, einem Schweinebraten mit fränkischen Klößen, dazu einen Bocksbeutel (fränkischen Weißwein) oder Spalter Bier.

Nur: Im bayerischen Corona-Land ist weder das Museum geöffnet, noch kann ich ins Gasthaus einkehren. Doch schon im Nachbarort herrschen irische Verhältnisse: Wir werden zur Hintertür rein gewunken, müssen uns allerdings mit fränkischer Hausmannskost, Blut- und Leberwurst mit Sauerkraut, begnügen. Wasser, Wein und Bier fließen reichlich.

Solidarische Sozialgenossenschaften2 gegen die Lockdown-Verheerungen

Viele Dorfläden werden als Sozialgenossenschaften organisiert. In einer Sozialgenossenschaft schließen sich Menschen und Organisationen solidarisch zusammen, um im Rahmen der Selbsthilfe oder für andere Menschen soziale Aufgaben im Gemeinwesen zu übernehmen.

Wenn wir uns mit der Genossenschaft gedanklich auseinandersetzen, mit Anderen darüber sprechen oder Pläne entwickeln, dann holen wir uns zunächst einmal das Wort „Solidarität“ von den Mächtigen zurück und verwenden es wieder in seiner ursprünglichen Bedeutung. Solidarisch sein bedeutet eben nicht, sich von den anderen Menschen zu isolieren und zu separieren, sondern es heißt, sich zusammen zu finden, um etwas Gemeinsames zu schaffen oder geeignete Maßnahmen gegen Unrecht und Unterdrückung zu ergreifen. Ein Beispiel für eine solche Maßnahme ist die Gründung von Genossenschaften3. Dabei ist mit Gegenwind zu rechnen.

Kommt die Innung zur Besinnung?

Im Fall der kommunalen Eschenbacher Stadtbäckerei kommt der Gegenwind vom Landesinnungsmeister für das bayerische Bäckerhandwerk: Die Errichtung einer städtischen Stadtbäckerei widerspreche dem Grundsatz und dem Ethos des freien Handwerks. Das ist aber gerade das Problem, dass das „freie Bäckerhandwerk“ von den Monopol-Anbietern kaputt konkurriert wird. Der Corona-Lockdown beschleunigt diese destruktiven kapitalistischen Prozesse. Die Bundesregierung und die Landesregierungen probieren es gerade aus: Wie lange dauert es, bis den kleinen und mittelständischen Unternehmer*innen die Luft ausgeht? Bevor es so weit ist, lasst uns kommunale und regionale Netzwerke für solidarisches Wirtschaften und Leben aufbauen. Die Bäckerei-Innungsverbände könnten sich daran beteiligen.

Umdenken – sonst sind die Aussichten trübe

Auch der bayerische Gemeindetag sieht die kommunale Stadtbäckerei kritisch. „Die öffentliche Hand soll nicht tun, was die Privatwirtschaft erfüllen oder sogar besser machen kann“, sagt dessen Sprecher, total ignorierend, dass der privatwirtschaftliche Bäcker in Wolframs-Eschenbach es eben nicht geschafft hat. Schon länger ist zu beobachten, dass die Gemeindetage das Wohl der Bürger*innen aus dem Blick verloren haben. Sie sollten sich schleunigst eines Besseren besinnen und gemeinsame Plattformen organisieren, die mit aktiver Beteiligung der Kommunen sozialgenossenschaftliche Neugründungen in allen gesellschaftlichen Bereichen fördern und unterstützen. Der Bürgermeister von Wolframs-Eschenbach scheint die Zeichen der Zeit erkannt zu haben.

Solidarisch und friedlich geht es weiter

Die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung und der Landesregierungen haben das soziale und wirtschaftliche Leben in den Kommunen lahm gelegt. Die Regierenden halten an dem Corona-Narrativ fest, obwohl es längst entzaubert, d.h. widerlegt ist. Einem Gelingen unserer Zukunftspläne stehen die Regierenden noch im Wege. Das hindert uns aber nicht, das Zusammenleben solidarisch und friedlich zu gestalten. Dabei können wir uns die vielfältigsten Erfahrungen aus dem Genossenschaftswesen zunutze machen.

Anmerkungen

1) COOPERONA ist ein Kunstwort. Da steckt Kooperation, also Zusammenarbeit, drin. In heutigen Zeiten wird man Corona heraus lesen und im Kunstwort die Oper (musikalisches Werk), im Italienischen: Opera, vorfinden. Opera ist aber auch die Pluralform (Mehrzahl) von Opus, was ein künstlerisches oder auch wissenschaftliches Werk bezeichnet. Eine Oper ist eine musikalische Erzählung. Eine gesellschaftspolitische Erzählung wird Narrativ genannt. Es ist eine sinnstiftende Erzählung, mit der Einfluss darauf genommen wird, wie die Welt wahrgenommen werden soll.

Aktuelles Beispiel: das Corona-Narrativ. Es erzählt von einem neuartigen, mörderischen Virus, das nur durch einen Impfstoff besiegt werden kann. Deshalb müssen die Menschen in Isolation, d.h. ohne soziale Kontakte leben und Masken tragen. Für Verstöße gegen die Regeln werden harte Strafen verhängt und etliche Grundrechte wurden außer Kraft gesetzt. Mit der Zerstörung von Wirtschaftsbetrieben, Kultur- und Sozialeinrichtungen, Vereinen und gesellschaftlichen Treffpunkten, Lockdown genannt, soll das Virus zermürbt und überwunden werden.

2) Jedes Mitglied einer Genossenschaft zeichnet einen oder mehrere Genossenschaftsanteile. Die Genossenschaft produziert nicht für den Markt, d.h. nicht die Gewinnmaximierung steht im Vordergrund, sondern immer die Förderung der Mitglieder und deren soziale oder kulturelle Belange. Die Genossenschaft verwaltet sich selbst und es gilt das gleiche Stimmrecht für alle Mitglieder. Wegen dieser partizipativen Ausrichtung und der Selbstverwaltung wird den Genossenschaften eine herausragende Rolle zugeschrieben, wenn es darum geht, Beteiligung zu fördern und neue Formen des Wirtschaftens auf lokaler Ebene auszuprobieren. http://blog.nonprofits-vernetzt.de/sozialgenossenschaften-eine-form-mit-potenzial/

3) Die Zukunft gehört der dezentralen Energieversorgung, z.B. genossenschaftlich betriebene Windräder und Solaranlagen.

Bernhard Nolz lebt in Siegen und bewegt sich in kommunalen Bildungslandschaften. Er ist Aachener Friedenspreisträger und Zivilcourage-Preisträger, 0171 8993637, nolzpopp@web.de

Friedensforderungen zum Ostermarsch 2021 in Siegen

Zentrum für Friedenskultur (ZFK) und Pädagoginnen und Pädagogen für den Frieden

Pressemitteilung

Die Waffen nieder!“ Forderungen zum Siegener Ostermarsch 2021

Für eine deutsche Friedenspolitik, für Frieden und Gerechtigkeit in der Welt

Die Bundesregierung lässt sich trotz der weltweiten Pandemie nicht davon abhalten, Rüstungsgüter in Spannungsgebiete zu exportieren. Die Bundeswehr beteiligt sich weiterhin an Kriegen in Afghanistan, Syrien und in Afrika. Auch die völkerrechtswidrigen Sanktionen Deutschlands steigern das Leid anderer Völker.

Die Corona-Pandemie macht es notwendig, dass alle Kriegshandlungen und Waffenlieferungen sofort gestoppt werden und die Regierungen an die Verhandlungstische bei den Vereinten Nationen (UN) zurück kehren. Es ist unverantwortlich, dass die Bundesregierung Milliarden-Summen in die Rüstung und in Kriegsvorbereitungen steckt, statt z.B. die Bildungseinrichtungen und das Gesundheitssystem sachgerecht auszustatten. Entsprechende Reformen kämen allen Menschen im Siegerland zugute.

Menschenwürde und Freiheit, Demokratie und Frieden: Es ist schlecht bestellt um die Demokratie und den inneren Frieden in Deutschland. Die Parlamente haben die Menschenrechte und die Gewaltenteilung eingeschränkt. Bundes- und Landesregierungen halten es für notwendig, die Bevölkerung mit Freiheits-beraubenden und Existenz-vernichtenden Maßnahmen vor einem Virus zu schützen. Lockdown, Schutzmasken und Kontaktverbote zerstören den Zusammenhalt und bringen mehr Schaden als Nutzen.

Die Wiederherstellung der Menschenwürde und des inneren Friedens kann am besten dadurch erreicht werden, dass die Regierenden ihre Maßnahmen ab sofort am Gesundheitskonzept der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausrichten. Die WHO sieht vor, dass sich die Schutzmaßnahmen ganzheitlich auf die körperliche, geistige und soziale Gesundheit eines Menschen beziehen. Wenn die natürlichen menschlichen Ressourcen gefördert und gemeinschaftliche Gesundheitsziele formuliert werden, können wir uns auch im Siegerland wieder als freie Menschen begegnen.

Ansprechpartner: Bernhard Nolz, Friedenspreisträger, Zivilcourage-Preisträger, 0171 8993637, nolzpopp@web.de, www.friedenspaedagogen.de

Krieg ist keine Lösung!

Mitteilung des Zentrums für Friedenskultur Siegen zum 19. Jahrestag des 11. September
(Bearbeitung eines verloren  gegangenen Beitrags)

Krieg ist keine Lösung!

Nach dem furchtbaren Terrorangriff auf das World Trade Center in New York am 11. September 2001 haben die USA sich mit einem Terrorkrieg gerächt und im Laufe der Jahre mehrere Länder überfallen und zerstört.

Mit militärischer Unterstützung der NATO-Staaten werden die kriegerischen Raubzüge, die Millionen Tote und Flüchtlinge gekostet haben, bis heute fortgesetzt.

Die US-amerikanischen Kriegsverbrechen türmen sich auf. Die Völkerrechtsverletzungen sind kaum noch zu zählen.

Auch Europa steht wegen der Lagerung von Atombomben unter der US-amerikanischen Kriegsbedrohung, denn die USA sind schon zweimal – in Hiroshima und Nagasaki – vor einem Atombombeneinsatz nicht zurück geschreckt.

Auf den Teilabzug der US-Army aus Deutschland – ohne Atomwaffen – reagieren die europäischen NATO-Staaten mit weiterer Aufrüstung und militärischen und politischen Drohgebärden gegen Russland. Und deutsche und französische Politiker*innen schmieden größenwahnsinnige Pläne für einen Militär-gestützten europäischen Imperialismus in den Teilen der Welt, die die USA frei lassen.

Aber wir in Europa haben weder das Geld für megateure Militärprojekte, noch können wir uns Konflikte mit Russland leisten.

Im aktuellen „Fall Nawalny“ demütigt sich die Bundesregierung selbst, indem sie dem Volk eine Story präsentiert, die die Corona-Lügen um Längen schlägt. Das ist das Ergebnis, wenn man sich der US-amerikanischen Gewalt- und Kriegslogik unterwirft und sich am geistlosen Russland-Bashing beteiligt, statt auf die mehrfachen russischen Abrüstungsvorschläge einzugehen.

Einen neuen Kalten Krieg kann Europa nicht gebrauchen. Europa braucht Frieden.

Dazu gehört, dass die Politiker*innen ihre Feindbilder überwinden und zur Kooperation bereit sind.

„Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie notwendig eine friedliche und konstruktive Zusammenarbeit der Staaten für das Wohlergehen der Menschheitsfamilie ist“, begründet Bernhard Nolz, Leiter des ZFK und Friedenspreisträger, die Forderungen der Friedensbewegung.

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