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Siegener Friedensorte

Ein literarisch-pazifistisches Magazin von „et cetera ppf" – Rundgang zu Friedensorten in Siegen, mit Texten von Bernhard Nolz. Zum Lesen anklicken →

Am Antikriegstag für den Frieden demonstrieren!

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Am Antikriegstag für den Frieden demonstrieren!

Den letzten Tag der Sommerferien sollten die Schülerinnen und Schüler aus NRW nutzen und an den Veranstaltungen zum Antikriegstag am 1. September teilnehmen.

Das Siegener Friedensbündnis „Nein zum Krieg!“ lädt zu einer Kundgebung um 16.30 Uhr am Siegufer ein. Mit dabei sind die Pädagoginnen und Pädagogen für den Frieden (PPF) und das Siegener Zentrum für Friedenskultur (ZFK).

Die beiden Organisationen setzen sich für den Ausbau der Friedenserziehung in allen Bildungseinrichtungen ein. Außerdem fordern sie, der Bundeswehr den Zugang zu den Schulen zu verwehren, weil die Bundeswehr an völkerrechtswidrigen Kriegen beteiligt war und ist.

Die Erziehung zum Frieden und zur Völkerverständigung bleibt das wichtigste Bildungsziel in Kindergärten und Schulen. Das Gerede von der Kriegstüchtigkeit muss endlich aufhören!

Eine lebenswerte Zukunft für die Jugend in Deutschland und in der Welt kann es nur geben, wenn die Politikerinnen und Politiker den Frieden mit friedlichen Mitteln durchsetzen. Dazu müssen sie ihre Feindbilder ablegen und zum Völkerrecht zurückkehren.

In diesem Sinne lautet die friedenspolitische Forderung: „Keinen Euro mehr für die Bundeswehr. Alles Geld für die Kinder der Welt!“

Ansprechpartner von PPF und ZFK ist Bernhard Nolz, Friedenspädagoge und Aachener Friedenspreisträger, 01718993637, nolzpopp@web.de, www.friedenspaedagogen.de

Rollator-gestützte Reservistenverbände

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Rollator-gestützte Reservistenverbände

von Bernhard Nolz

Zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit Deutschlands hat sich der neue Präsident des Reservistenverbandes für eine Anhebung der Altersgrenze für Reservisten von 65 auf 70 Jahre ausgesprochen.

Aus gut unterrichteten Kreisen war zu hören, das der 39-jährige Präsident vor seiner Wahl zur Bedingung gemacht hätte, mindestens dreißig Jahre im Amt bleiben zu können. Bei dem bisher gültigen Reservistenpensionsalter von 65 Jahren hätten ihm vier Jahre gefehlt. Die Anhebung der Altersgrenze für Reservisten auf 70 soll als ernsthafter Vorschlag von der Bundeswehr geprüft werden.

Die geplante Neuregelung stieß unmittelbar nach Bekanntwerden auf Bedenken von Abgeordneten des Verteidigungsausschusses, die sich im Arbeitskreis „Junger Militarismus“ zusammengeschlossen haben.

Sie argumentieren, dass die Aufstellung von Senioren-Reservistenverbänden bis zum 70 Lebensjahr zu kostspielig sei, weil sie in den normalen Betrieb der Bundeswehr nur mit großem Aufwand integrierbar seien. Außerdem befürchtet der Arbeitskreis Verzögerungen bei der Ausstattung der Kampfverbände.

In einer spontan angeordneten „Kleinen Lagebesprechung“ wurden die ersten Einwände festgehalten und in eine Matrix eingetragen, die wir hier exklusiv veröffentlichen.

Gegenüberstellung von Ausrüstung, Anforderungen und Fähigkeiten

Senioren-Reservistenverbände

Bundeswehr

Seniorenteller

statt

Dosenbrot

Spaziergang

statt

Sturmangriff

Gehhilfen

statt

Maschinengewehr MG5

Lupe

statt

Feldstecher

Hörgerät

statt

Gewehr G95

Pflegebett

statt

Outdoor-Schlafsack

Stuhlkreis

statt

Gefechtsstand

Enkelkinder-Betreuung

statt

Feindkontakt

Birkenstock Latschen

statt

Knobelbecher

Gedächtnistraining

statt

Tagesbefehl

Wassergymnastik

statt

Kampftauchen

Mittagsschlaf

statt

Dauermarsch

Gartenarbeit

statt

Schützengraben

Strickzeug

statt

Tretminen

Verkaufsfahrten

statt

Spähpanzer

Rollator

statt

Rohrbomben

Sonnenschirm

statt

Tarnnetz

Atemnot

statt

Heldenmut

Noch ist nicht abzusehen, wie sich die Verlängerung der Reservistendienstzeit auf die Alterspyramide auswirken wird. Unsere Vermutung lautet: „Länger ist kürzer“. D.h.: Je länger die Reservistendienstzeit dauert, desto kürzer ist die Lebenserwartung.

Osterbotschaft NEIN zum Krieg

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Osterbotschaft NEIN zum Krieg

Friedenspreisträger Bernhard Nolz vom Siegener Zentrum für Friedenskultur sieht durch den Krieg im Nahen Osten Versorgungsengpässe, Arbeitslosigkeit und Armut auf die Menschen in Europa zukommen.

Bernhard Nolz: „Der religiös aufgeladene US-amerikanische und israelische Todeskult, der sich im Nahen Osten austobt, kennt nur Tod und Zerstörung. Er lässt die hoffnungsvolle Botschaft des Osterfestes, dass ein Leben in Frieden und gegenseitiger Achtung möglich ist, zum Verschwinden bringen.

Der illegal vom Zaum gebrochene Angriffskrieg der USA und Israels gegen den Iran sorgt für langfristige Turbulenzen in der Weltwirtschaft. Besonders Europa muss nun sehen, wie es die Energieversorgung sichern kann. Das wird nicht ohne Russland möglich sein.

Deshalb muss Deutschland eine Friedensinitiative zur sofortigen Beendigung des Ukraine-Kriegs starten. Die EU muss die Sanktionen gegen Russland aufheben, die der eigenen Wirtschaft mehr schaden als der Russischen.“

Der Friedenswissenschaftler Bernhard Nolz weist auf den Siegener Ostermarsch hin, der am 4. April von 12 – 15 Uhr im Herrengarten stattfindet. Er steht ganz im Zeichen des Widerstands gegen die wahnsinnigen Aufrüstungspläne der Bundesregierung, gegen die Einführung einer Kriegswirtschaft und gegen den Zwangsdienst, den die neue Wehrpflicht mit sich bringt.

Bernhard Nolz: „Der Friedenswille der Bevölkerung ist ungebrochen. Das NEIN zum Krieg ist unüberhörbar! Die Regierenden sind aufgefordert, ihre Feindbilder zu überwinden. Frieden mit friedlichen Mittel zu schaffen, ist immer möglich.“

Bernhard Nolz, Zentrum für Friedenskultur (ZFK), 0171 8993637, nolzpopp@web.de

Zum Schülerstreik gegen die Wehrpflicht

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Pressemitteilung der Pädagoginnen und Pädagogen für den Frieden und des Siegener Zentrums für Friedenskultur zum Schülerstreik gegen die Wehrpflicht am 5. März 2026, verfasst von Bernhard Nolz, 01718993637, nolzpopp@web.de

Verwirrspiel mit der Wehrpflicht

Die Schülerinnen und Schüler tun gut daran, gegen die neue Wehrpflicht zu streiken und gegen die Kriegsvorbereitungen zu protestieren. Vor allem der so genannte freiwillige Wehrdienst ist eine große Mogelpackung.

Denn schon seit 50 Jahren können Männer und Frauen zum freiwilligen Dienst in die Bundeswehr als Zeitsoldat:in eintreten.

Worum geht es dann beim neuen „freiwilligen Zwangsdienst“ der Bundeswehr? Der Zwang fängt (für die Männer) mit der Pflicht zum Ausfüllen eines Fragebogens an.

Das heißt: Es geht der Bundeswehr um die Daten.

Mit ihrer Hilfe kann über jeden Wehrpflichtigen ein Profil seiner Kriegstauglichkeit erstellt werden. Im Kriegsfall können die Wehrpflichtigen ganz gezielt – entsprechend ihrer beruflichen Fähigkeiten, Freizeitaktivitäten und militärischen Interessen – zum Kriegsdienst einberufen und den passenden Einheiten zugeordnet werden.

Im Rahmen der NATO ist die deutsche Kriegsvorbereitung weit voran geschritten. Nach eigener Aussage bereitet die Bundesregierung sich auf einen Krieg für die Jahre 2029/30 vor. In drei Jahren kann man keine schlagkräftige Wehrpflichtarmee aufbauen.

Deshalb müssen sich wehrpflichtige Männer darauf gefasst machen, dass sie in einem Krieg als „Kanonenfutter verheizt“ werden. Um dem zu entgehen, können sie von ihrem Recht auf Kriegsdienstverweigerung Gebrauch machen. Die endlosen Reihen von Soldatengräbern auf den ukrainischen Friedhöfen veranschaulichen das grausame Los wehrpflichtiger Männer im Krieg.

Die Daten der Wehrpflichtigen werden auch für einen anderen Zweck benötigt: Politiker:innen von Regierung und Opposition liebäugeln mit einer Neuauflage des Ausnahmezustandes aus Corona-Zeiten. Dieses Mal würde der „Spannungsfall“, eine Vorstufe des Kriegszustandes, ausgerufen. Dann können alle Bürgerinnen und Bürger zu Verteidigungsmaßnahmen oder zur Aufrechterhaltung kriegswirtschaftlicher Produktion zwangsverpflichtet werden. Mit den Daten lassen sich die Kriegsvorbereitungen besser planen.

Deshalb: NEIN zum Krieg! Nein zur Wehrpflicht!

Keine Pause für Ross und Reiter

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Keine Pause für Ross und Reiter

Eine Satire von Bernhard Nolz

[Köln/Düsseldorf/Mainz/Berlin, 11.11.2025]

Auf dem Weg zur morgendlichen Dienstbesprechung erreicht den Verteidigungsminister die Nachricht von der Verleihung des Westfälischen Friedenspreises an die NATO.

Zu Beginn der Sitzung bot der Minister ein Bild des Jammers. Zusammengesunken saß er auf seinem Stuhl. Des Ministers Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren verunsichert durch sein unverständliches Gemurmel. Sie meinten die Wörter „fähig“ und „Reis“ herauszuhören. Ging es um Chinas berühmten Sack Reis, der nun statt Drohnen als Kriegswaffe zum Einsatz kommen würde?

Eigentlich nicht, denn die allgemeine strategische Lage für Deutschland war doch bestens: Aus der Ukraine nichts Neues. Die Beschimpfungen in der Koalition auf Normalniveau. Und die AfD hatte kein Redens von sich gemacht. Was also war der Grund für die Zerknirschung des Herrn Ministers? Was war los mit ihm, wo doch die Jeckentage im karnevalistischen Anmarsch waren.

Endlich schaute er auf und in die Runde seiner elf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich, teils in Uniform, teils zivil gekleidet, zur Besprechung versammelt hatten. Dann zeigte er auf seinen Pressesprecher.

„Sagen Sie, was los ist.“

„Der Westfälische Friedenspreis 2026 wird der NATO verliehen, das gab die Wirtschaftliche Gesellschaft für Westfalen und Lippe e.V.“ gestern bekannt.“

„Was ist so schlimm daran?“, flüsterte ein Mitarbeiter seiner Nachbarin ins Ohr.

„Ihre vorlaute Bemerkung war nicht zu überhören“, nörgelte der Verteidigungsminister und richtete sich in seinem Sessel auf.

„Sie verstehen gar nichts!“, sagte er und war wieder der Bäcker mit der dicken Backe, wie er in der Kantine liebevoll genannt wurde.

„Für den Aufwuchs der Bundeswehr ist die Preisverleihung an unser Nordatlantisches Kriegsbündnis eine Katastrophe!“

„Wie kommen Sie darauf, Herr Minister?“

„Wer will schon freiwillig zu einer Bundeswehr, die Teil einer Friedensorganisation geworden ist? Eine Friedenstruppe! Wer will bei einem Pazifisten-Haufen mitmachen?“

„Niemand, Herr Minister.“

„Sehen Sie! Die Jungs wollen kämpfen, sich als Held in der Taiga beweisen und gutes Geld verdienen. Mehrere Millionen hat unsere Werbekampagne „Mach, was wirklich zählt!“ verschlungen. Alles für die Katz, wenn ab 2026 jeder NATO-Soldat quasi eine Friedenstaube am Revers tragen muss!“

„Wie meinen Sie das, Herr Minister?“

„Haben Sie die ganze Zeit geschlafen und den Informationskrieg nicht mitgekriegt? Die Diskussion um die Wehrpflicht, das Losverfahrens für die Wehrpflichtigen oder unser Ruf „Frauen in die Bundeswehr“, das alles haben wir doch nur losgetreten, um die jungen Kerls heiß auf die Bundeswehr und den Kriegsdienst zu machen. Die sollen doch glauben, dass sie sofort bei der Armee antanzen müssen, um sich als Soldat zu verpflichten, weil sonst die besten Bundeswehr-Jobs weg sind.“

„Genial gemacht!“

„Gedacht, meine Liebe, gedacht! Jetzt ist alles kaputt. Wer will noch von Kriegstüchtigkeit reden, wenn der NATO ein Friedenspreis verliehen wird. Was hat die westfälische Unternehmerschaft nur geritten?“

„Auf deren Internetseite sehe ich gerade, dass der Bundeskanzler in der Jury sitzt.“

„Von den Schwarzen Bergen weht also der Wind. Die NATO-Aufträge sollen in sein Sauerland gelenkt werden. Wir Niedersachsen sollen leer ausgehen. Und Soldaten krieg ich auch keine! Wie kommen wir da raus?“

„Apropos Bundeskanzler, Herr Minister, der hat einen Flugschein. Wir könnten ein Video drehen, dass ihn im deutschen Eurofighter zeigt, wie er 1999 Serbien bombardiert. Das war ein illegaler Krieg mit großem Nervenkitzel, der sich in Russland wiederholen lässt. Könnte jungen Männern mit Tatendrang gefallen.“

„Das schon, aber dann darf die NATO im Video nicht auftauchen, sonst sind wir wieder in dem Friedensschlamassel, den die Westfalen angerichtet haben.“

„Wir könnten eine Sequenz mit der Junkers Ju 87, dem Sturzkampfbomber aus dem 2. Weltkrieg, einblenden.“

„Wir machen das, was unsere Lebensart ist.“

„Sie meinen Propaganda und Kriegshetze?“

„Sie haben es erfasst. Kognitive Kriegsführung nennt man das. Wozu sonst haben wir die KI?“

„Schon erledigt, Herr Minister. Soll ich mal vorlesen, was die KI aus der westfälischen Presseerklärung gemacht hat?“

„Ja, vorsorglich habe ich schon mal eine Spezialeinheit der Luftwaffe nach Belgien verlegen lassen.“

„Die KI schreibt: Westfälischer Preis für Kriegsbereitschaft: Mit der Verleihung des Preises soll die NATO ermuntert werden, Macht und Ordnung durch Abschreckung und militärische Intervention nach Russland zu tragen. Die beständigen Anstrengungen der NATO sollen unterstützt werden, damit es gelingt, den Konflikt zu eskalieren, die Feindschaft zu vertiefen und Russland …“

Das Telefon des Ministers klingelte. Er führte ein kurzes Gespräch, dann sagte er in die Runde: „Wir müssen zum Schluss kommen. Ich muss rechtzeitig in Osnabrück sein. Die brauchen noch heute meinen Rat, ob sie den Osnabrücker Friedenspreis an US-Präsident Trump vergeben sollen.“

„Mit Verlaub, Herr Minister. Wäre Trump nicht eher eine Lösung für unser Problem?“

„Sie meinen, die NATO verzichtet zugunsten von Trump auf den Westfälischen Friedenspreis? Dann wären wir fein raus, wir könnten unsere Jungs wieder für den Wehrdienst motivieren und ich bliebe beliebt.“

„Wenn alle Stricke reißen, Herr Minister, kann die Bundeswehr immer noch aus der NATO austreten.“

„Hybrider Unsinn! Mit diesem toxischen Vorschlag hat uns schon vor Jahren die Kooperation für den Frieden genervt. Wir halten uns an Rheinmetall.“

Sprachs, bestieg sein Pferd und ward erst mit der Hälfte wieder gesehen. Aber das ist eine andere Geschichte.

Bernhard Nolz ist Aachener Friedenspreisträger, Sprecher der Pädagoginnen und Pädagogen für den Frieden (PPF) und Leiter des Siegener Zentrums für Friedenskultur (ZFK).

Erklären wir den Politiker:innen den Frieden!

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Pressemitteilung

Erklären wir den Politiker:innen den Frieden!

NEIN zur Wehrpflicht – NEIN zum Krieg! Das Siegener Zentrum für Friedenskultur (ZFK) und die Initiative Pädagoginnen und Pädagogen für den Frieden sprechen sich gegen Krieg und die Wehrpflicht aus.

Unsere Jugend soll nicht wie Hunderttausende von ukrainischen Wehrpflichtigen als Kanonenfutter im Krieg sterben. Wir wollen nicht, dass Deutschland zu einem großen Friedhof wird, wie Bundeskanzler Merz vorausgesagt hat. Einen Krieg mit Russland wird Europa nicht lebend überstehen. Politikerinnen und Politiker, die unfähig sind, für Frieden zu sorgen, sollten mit Musk zum Mars aufbrechen.

„Wir können nicht zulassen“, sagt der Friedenspädagoge Bernhard Nolz, „dass Schülerinnen und Schüler zu kriegstüchtigen Monstern erzogen werden sollen. Lehrpläne und Schulgesetze verpflichten zu einer Erziehung zum Frieden und zur Menschlichkeit. Ich bin überzeugt davon, dass – nach den Erfahrungen mit den Corona-Zwangsmaßnahmen in der Schule – die Lehrerinnen und Lehrer zusammen mit ihren Schüler:innen und den Eltern auf dem Weg zum Frieden bleiben werden.“

Frieden ist ein Menschenrecht. Die Kriegsverweigerung steht allen Menschen offen. Deshalb: NEIN zur Wehrpflicht – NEIN zum Krieg! Erklären wir den Politiker:innen den Frieden!

Fragen beantwortet Bernhard Nolz, 0171 8993637, nolzpopp@web.de

Vor 80 Jahren – Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki

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Vor 80 Jahren – Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki

Hunderttausende japanischer Zivilisten sind am 6. und 9. August 1945 bei diesem grausamen Kriegsverbrechen der USA ums Leben gekommen. Die Erinnerung und das Gedenken an die Opfer der Atombombenabwürfe werden 2025 vom Ukraine-Krieg und vom Völkermord in Gaza überschattet. In beiden Konflikten steht die Drohung mit dem Einsatz von Atomwaffen im Raum.

Das Siegener Zentrum für Friedenskultur (ZFK) nimmt den 80. Jahrestag zum Anlass, die Bundesregierung aufzufordern, die militärische Unterstützung und Waffenlieferungen an Israel und die Ukraine einzustellen. Außerdem soll die Bundesregierung die Friedensinitiative von US-Präsident Trump diplomatisch unterstützen, damit das Sterben in der Ukraine und in Palästina aufhört.

Das weltweite Hiroshima-Nagasaki-Städtebündnis „Mayors for Peace“setzt sich für den Weltfrieden ein und fordert die Abschaffung aller Atomwaffen. Das (ZFK) ist ein Kooperationspartner dieses Friedensbündnisses, das seit vielen Jahrzehnten zur Völkerverständigung, zur Versöhnung und zum Abbau von Feindbildern aufruft.

Bernhard Nolz, ZFK-Leiter und Friedenspädagoge, sorgt sich um die Zukunft der Jugend Europas: „Mit der militärischen Beteiligung am Ukraine-Krieg und am Völkermord in Palästina und durch die hohen Schuldenberge rauben die NATO- und EU-Staaten den europäischen Jugendlichen alle Zukunftschancen und verdammen sie zu einem Leben in Armut und Angst. Kein Mensch auf der Welt möchte – wie in Japan vor 80 Jahren – im atomaren Feuersturm verglühen.“

Deshalb lautet die Forderung: NEIN zum Krieg! Weg mit den Atomwaffen! Für Friedensverhandlungen und Abrüstung!

„Hey Siri, wer ist deine Mutter?“

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Hey Siri, wer ist deine Mutter?“

Verleihung des Wolfgang-Popp-Preises für Geschlechterforschung

Das Zentrum für Gender Studies (Gestu_S) der Universität Siegen hat am 26. Juni 2025 den Wolfgang-Popp-Preis für Geschlechterforschung 2024 verliehen.

Dr. Uta Fenske, Gestu_S-Koordinatorin, übergab die Preisurkunde mit dem Preisgeld an die Studentin Ylva Staudigel für ihre Masterarbeit mit dem Kurztitel „Hey Siri, wer ist deine Mutter?“ *

Darin beschäftigt sich die Preisträgerin mit der Frage, durch welche geschlechtlichen Zuschreibungen die verschiedenen Medientechniken seit den 1960-er Jahren gekennzeichnet sind. Die Antwort geben nicht nur die Sprachassistenten Siri und Alexa, die über weibliche Namen und Stimmen verfügen. Auch Geldautomaten, Schreibmaschinen und Navigationsgeräte wurden und werden als „frauliche Hilfskräfte“ angepriesen. Nach diesem Muster tragen auch die modernen Sprachtechnologien zur Verfestigung des Bildes von der weiblichen Dienstbarkeit bei, was gesellschaftliche Veränderungen herausfordert.

Daran knüpfte Stiftungsrat Bernhard Nolz an und überbrachte Ylva Staudigel die Glückwünsche der August-von-Platen-Stiftung, die den Wolfgang-Popp-Preis finanziell fördert. Bernhard Nolz berichtete, dass die Lektüre der preisgekrönten Arbeit für ihn sehr spannend gewesen sei, weil er seine Beziehungen zu den damaligen technischen und gesellschaftlichen Entwicklungen habe noch einmal nachvollziehen können.

Zur Überraschung der vorwiegend studentischen Zuhörerschaft präsentierte er ein gemeinsam mit seinem Partner Wolfgang Popp genutztes Navigationsgerät aus den 1990-er Jahren, nicht viel größer als eine Zigarettenschachtel, und ließ von einem alten Handdiktiergerät die verzerrte Stimme von Prof. Dr. Wolfgang Popp ertönen, der mehr als zwei Jahrzehnte lang alle seine wissenschaftlichen Texte seiner Sekretärin zum Verschriftlichen auf Kassette gesprochen hatte.

Die Preisverleihung wurde im Rahmen der Ringvorlesung des Gestu_S durchgeführt. Dr. Finja Walsdorff, Wolfgang-Popp-Preisträgerin von 2019, hielt einen spannenden Vortrag zum Thema: „Wer spielt wie? Gender und Diversität in Games und in der Spielkultur“, den die Referentin mit Bildern von Spielfiguren und -situationen visualisierte.

Die Nachmittagsveranstaltung in der Universität Siegen vermittelte den Teilnehmenden einen Eindruck von der kreativen Forschungsarbeit und den innovativen Fragestellungen, die im Rahmen der Gender Studies Siegen diskutiert werden.

* Der ganze Titel der Masterarbeit lautet: „Hey Siri, wer ist deine Mutter? Eine Imaginations- und Materialitätsgeschichte weiblich codierter Medientechnik von den 1960er Jahren bis in die Gegenwart.“

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