Überlegungen am Antikriegstag zum Heimatschutz
Das Siegener Zentrum für Friedenskultur (ZFK) zeigt sich zum Antikriegstag (1. September), der auch Weltfriedenstag genannt wird, besorgt über die Pläne der Bundesregierung, eine Heimatschutztruppe der Bundeswehr aufbauen zu wollen.
ZFK-Leiter Bernhard Nolz: „Für unsere Heimat, das Siegerland, aber auch für ganz Deutschland, lehnen wir Waffen tragende Ordnungskräfte ab. Wozu soll die Ausbildung zum Töten gut sein?“
Das ZFK hält es in Corona-Zeiten für verfehlt, noch mehr Geld fürs Militär auszugeben. Was die Gesellschaft braucht – jetzt nötiger denn je – sind öffentliche Investitionen in den Gesundheitsschutz, zum Schutz der Kinder gegen Missbrauch und für den Jugendschutz. Außerdem bedarf es großer Anstrengungen und Finanzmittel, die Schulen für das Lernen in kleinen Gruppen umzugestalten und in „Gesunde Schulen“ umzubauen bzw. mit Sozial- und Gesundheitsräumen zu erweitern. Die Regierungen müssen hier Schwerpunkte setzen und das Geld nicht für Aufrüstung und für Kriegsvorbereitungen rauswerfen.
Als pensionierter Lehrer sorgt sich Bernhard Nolz um den sozialen Frieden in der Schule: „Die Corona-Maßnahmen haben uns gelehrt, dass Home Schooling in die Sackgasse der Computersucht und der Vereinsamung führt. Die Schüler*innen finden keinen Frieden mehr mit sich selbst, und es fehlen die Freunde, an denen man sich erkennen kann, weil sie anders sind. Social Distancing ist tödlich, weil es keine Liebe und Heimat kennt. Deshalb: „Social Learning“ und „Peace Education“ werden zu den Hauptaufgaben der Schulen, die zukünftig nur als „Schulen der Inklusion“ gelebt werden können.“
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