Archiv: Februar 2019

Schluss mit dem Rufmord gegen die „Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost“

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Offener Brief an die Unterstützer*innen der Rufmordkampagne gegen die „Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V.“, der der Göttinger Friedenspreis verliehen werden soll.

Die Pädagoginnen und Pädagogen für den Frieden fordern dringend dazu auf, sich der Kampagne gegen die ‚Jüdische Stimme‘ zu widersetzen und die ablehnende bzw. zögerliche Haltung zur Verleihung des „Göttinger Friedenspreis“ an die Organisation zu ändern.

Warum erwarten Friedenspädagog*innen das?

Erstens, weil die gegen die Organisation erhobenen Antisemitismus-Anschuldigungen ausnahmslos auf falschen Analogien, Täuschungen und Erfindungen basieren. Zweitens, weil Ihr Zurückweichen vor dieser Kampagne eine verheerende Botschaft aussendet, dass niemand in Deutschland davor geschützt ist, wegen seines Engagements für das internationale Recht sowie für die Bürger- und Bürgerrechte der Palästinenser als Antisemit verleumdet und zum Schweigen gebracht zu werden.

Was steckt hinter der Kampagne gegen die ‚Jüdische Stimme‘?

Die gegen die „Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden im Nahen Osten e.V.“ (‚Jüdische Stimme‘) erhobenen Antisemitismus-Anschuldigungen zeigen nicht deren Antisemitismus, sondern die Furcht ihrer Gegner, dass die gewaltlose BDS-Kampagne der Vertreibung, Entrechtung und Beraubung der Palästinenser durch Israel ein Ende setzen könnte.

Die BDS-Kampagne will die Israels Existenz ebenso wenig auslöschen, wie die Anti-Apartheids-Kampagne die Existenz Südafrikas ausgelöscht hat. Die Kampagne ist eine reine Rechtskampagne, deren Programm darin besteht, dem internationalen Recht, den einschlägigen von Israel akzeptierten UN-Resolutionen sowie den Bürger- und Menschenrechten der Palästinenser Geltung zu verschaffen. Wer das für Antisemitismus hält, der weiß nicht was Antisemitismus ist.

Die Behauptung, dass die ‚Jüdische Stimme‘ eine antisemitische Kampagne unterstützen würde, ist propagandistisch. Die Tatsache, dass sich viele Prominente für die ‚Jüdische Stimme‘ verbürgt haben, zeigt, dass es sich bei den Mitgliedern der Organisation nicht um einige verwirrte Geister handelt. Er zeigt auch, dass es nicht um die Bekämpfung von Antisemitismus geht – sondern um eine Auseinandersetzung zwischen den Verfechtern inklusiver humanistischer Prinzipien auf der einen – sowie den Verfechtern exklusiver ethnizistischer Prinzipien auf der anderen Seite, wobei letztere nicht davor zurückschrecken, ihre Gegner schamlos als Antisemiten zu diskreditieren. Dieser Rufmord spaltet die israelische und die deutsche Gesellschaft und darf nicht unterstützt werden.

Die Jüdinnen und Juden der ‚Jüdischen Stimme‘ in Deutschland, deren Empathie nicht an den Grenzen der Abstammung oder der Religion halt macht und die sich daran beteiligen, der Unterdrückung der Palästinenser mit den Mitteln der gewaltlosen BDS-Kampagne ein Ende zu setzen, beweisen damit ihren Mut und ihren Humanismus; entgegen allen Versuchen ihrer Vereinnahmung bzw. Ausgrenzung durch Israel und entgegen der Anfeindungen durch israelische Rechts-Nationalisten und deren zahlreichen Freunde. Sie haben den „Göttinger Friedenspreis“ redlich verdient.

Frieden statt Aufrüstung – Nein zum Krieg – Proteste gegen die NATO-Sicherheitskonferenz

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Proteste aus Siegen gegen die NATO-Sicherheitskonferenz (SIKO) in München am 16.02.19

Frieden statt Aufrüstung – Nein zum Krieg

Das Siegener Zentrum für Friedenskultur (ZFK), die Initiative „Pädagoginnen und Pädagogen für den Frieden (PPF), mit Sitz in Siegen, sowie die AG Siegerländer Friedensbewegung (AGSF) unterstützen die Proteste gegen die NATO-Sicherheitskonferenz in München am kommenden Wochenende.

Bernhard Nolz, ehrenamtlicher Geschäftsführer bzw. Sprecher der Friedensorganisationen: „Die Kriegstreiberei der NATO-Staaten muss endlich an ein Ende kommen. Die Völker der Welt wollen Frieden. Deshalb gilt es, friedliche Kooperationen aufzubauen, gemeinsame wirtschaftliche Projekte zu entwickeln und den kulturellen Austausch über alle Grenzen hinweg zu fördern.“

In dieser Woche treffen sich Staats- und Regierungschefs mit Vertreter*innen aus Militär, Wirtschaft und Rüstungsindustrie, vorwiegend aus NATO-Staaten. Sie tagen im Bayerischen Hof – angeblich, um „einen Beitrag zur internationalen Sicherheit“ zu leisten. Tatsächlich geht es um die Rechtfertigung der NATO, ihrer Rüstungsausgaben und Kriegseinsätze, die uns als „humanitäre Interventionen“ verkauft werden.

Deshalb geht die Friedensbewegung am 16.02. in München gegen die SIKO auf die Straße:

Für Abrüstung und gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr, für eine Welt ohne Militär, gegen Rüstungsexporte, gegen atomare Aufrüstung, gegen den ständigen Bruch des Völkerrechts, für den Austritt Deutschlands aus der NATO und allen Militärstrukturen der EU, für die Auflösung aller US- und NATO-Militärstützpunkte, für Frieden in Europa und gegen den Konfrontationskurs mit Russland, für soziale Sicherheit, Umweltschutz und Frieden, gegen eine ausbeuterische Handelspolitik, die Kriege, Armut und Flucht verursacht.

Bernhard Nolz: „Mit der Beteiligung an den Münchener Protesten gegen die NATO-Kriegsmaschinerie beginnt die Siegener Friedensbewegung mit ihren Aktivitäten im „Kriegsjubiläumsjahr 2019“. Vor 80 Jahren, am 1. September 1939, brachen die deutschen Faschisten den 2. Weltkrieg vom Zaum, der als Eroberungskrieg gegen den Osten geplant war und zu Bombenangriffen der Alliierten gegen deutsche Städte, wozu auch Siegen gehörte, führte. In diesem Jahr ist es 75 Jahre her, dass Siegen durch einen solchen Angriff in Schutt und Asche gelegt wurde. Zusammen mit anderen Organisationen will die Siegerländer Friedensbewegung diese Gedenktage in angemessener Form würdigen und ihre Stimme gegen Krieg und Gewalt erheben.“

Kontakt: Bernhard Nolz, 0171-8993637, nolzpopp@web.de, www.friedenspaedagogen.de

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