Archiv: März 2020

Vorwärts und nicht vergessen: die Solidarität

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Vorwärts und nicht vergessen: die Solidarität

Vorwärts, und nie vergessen / worin unsre Stärke besteht! / Vorwärts, nicht vergessen / Die Solidarität! // Proletarier aller Länder / Einigt euch, und ihr seid frei. / Eure großen Regimenter / Brechen jede Tyrannei! // Vorwärts, und nie vergessen / Die Solidarität!“

(Auszug aus dem „Solidaritätslied“ von Bertolt Brecht, Ernst Busch und Hanns Eisler, 1947)

Allein dieses Solidaritätslied, es gibt auch andere, wurde und wird von Millionen von Menschen im Kampf gegen Unterdrückung und Ausbeutung gesungen. In Deutschland denken wir aktuell an den Widerstand im Hambacher Forst, gegen den Hamburger G20-Gipfel, gegen Atomraketen in Büchel, gegen AKWs und Castor-Transporte u.a. Immer wieder wurden die Aktivist*innen von den Regierenden kriminalisiert. Eine Amnestie für die Verurteilten ist längst überfällig!

Die Mächtigen haben mit Abscheu auf die Wörter „Solidarität“ und „solidarisch“ geblickt, weil sie „Freiheit“ und „Gerechtigkeit“ bedeuten. Dann aber haben PR-Agenturen eine Umdeutung im Orwellschen Sinne empfohlen. Die Solidaritäts-Propaganda läuft in der „Corona-Krise“ auf Hochtouren. Unablässig wird uns Solidarität eingetrichtert: „Solidarität heißt Gehorsamkeit!“, „Solidarisch sein heißt einsam sein!“, „Solidarität heißt Null Toleranz!“

Im Solidaritätslied von Brecht/Busch/Eisler werden am Schluss die „Völker dieser Erde“ gefragt:

Wessen Morgen ist der Morgen? / Wessen Welt ist die Welt?“ So viel wissen wir: Unsere Welt ist nicht die Kapitalistische.

Bernhard Nolz, Kölner Str. 11, 57072 Siegen, Aachener Friedenspreisträger, Zivilcourage-Preisträger, 01718993637, nolzpopp@web.de

Ich temme mich mit aller Kraft gegen das Vergessen

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Mit jedem Tag nach den Mordtaten von Hanau und Volkmarsen mehren sich die Hinweise darauf, dass der hessische Verfassungsschutz erneut – wie schon beim NSU – seine Finger im Spiel haben könnte. Dazu die folgende Satire.

Hessischer Ruhestand

„Ich temme mich mit aller Kraft gegen das Vergessen!“ Die letzten Worte von Volker Bouffier. Denn unmittelbar danach habe der hessische Ministerpräsident das sich selbst auferlegte Schweigegelöbnis in Kraft gesetzt. Nach Hanau werde er, so Bouffier, im nächsten Vierteljahr an mindestens 120 Tagen schweigen. Sein Schweigeschwur solle sich immer automatisch um drei weitere Monate verlängern, bis alle hessischen Geheimagenten enttarnt und entwaffnet seien – höchstens jedoch um 120 Jahre. Alle darüber hinaus gehenden Regelungen unterlägen der Geheimhaltung. Nur so viel ist aus Kreisen der Lügenpresse bekannt geworden: Volker, der Schweigsame, habe eine Langzeitstudie über den hessischen Staatsterrorismus der 120 Jahre vor Beginn seiner Regentschaft in Auftrag gegeben. Das sei er den Opfern schuldig, die für uns alle auch ohne Mitwirkung des hessischen Verfassungsschutzes gestorben sind. Das Volk trat singend auf die Straße: „Wir lieben dich, Volkheer Bouf-vier / doch schöner ist es ohne dir!“

Bericht von Siegbärt, Siegener Berliner Bär, nieder geschrieben von Bernhard Nolz, Friedenspädagoge und Satiriker.

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