Vorwärts und nicht vergessen: die Solidarität
„Vorwärts, und nie vergessen / worin unsre Stärke besteht! / Vorwärts, nicht vergessen / Die Solidarität! // Proletarier aller Länder / Einigt euch, und ihr seid frei. / Eure großen Regimenter / Brechen jede Tyrannei! // Vorwärts, und nie vergessen / Die Solidarität!“
(Auszug aus dem „Solidaritätslied“ von Bertolt Brecht, Ernst Busch und Hanns Eisler, 1947)
Allein dieses Solidaritätslied, es gibt auch andere, wurde und wird von Millionen von Menschen im Kampf gegen Unterdrückung und Ausbeutung gesungen. In Deutschland denken wir aktuell an den Widerstand im Hambacher Forst, gegen den Hamburger G20-Gipfel, gegen Atomraketen in Büchel, gegen AKWs und Castor-Transporte u.a. Immer wieder wurden die Aktivist*innen von den Regierenden kriminalisiert. Eine Amnestie für die Verurteilten ist längst überfällig!
Die Mächtigen haben mit Abscheu auf die Wörter „Solidarität“ und „solidarisch“ geblickt, weil sie „Freiheit“ und „Gerechtigkeit“ bedeuten. Dann aber haben PR-Agenturen eine Umdeutung im Orwellschen Sinne empfohlen. Die Solidaritäts-Propaganda läuft in der „Corona-Krise“ auf Hochtouren. Unablässig wird uns Solidarität eingetrichtert: „Solidarität heißt Gehorsamkeit!“, „Solidarisch sein heißt einsam sein!“, „Solidarität heißt Null Toleranz!“
Im Solidaritätslied von Brecht/Busch/Eisler werden am Schluss die „Völker dieser Erde“ gefragt:
„Wessen Morgen ist der Morgen? / Wessen Welt ist die Welt?“ So viel wissen wir: Unsere Welt ist nicht die Kapitalistische.
Bernhard Nolz, Kölner Str. 11, 57072 Siegen, Aachener Friedenspreisträger, Zivilcourage-Preisträger, 01718993637, nolzpopp@web.de
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