„Die Waffen nieder!“
Anlässlich des Jahrestages des terroristischen Angriffs auf das World Trade Center in New York im Jahr 2001 fordert das Siegener Zentrum für Friedenskultur (ZFK) alle am Ukraine-Krieg beteiligten Staaten auf, sich für eine Beendigung des Krieges und für Friedensverhandlungen stark zu machen.
Die Waffenlieferungen Deutschlands, der USA und anderer NATO-Staaten an die Ukraine und die Wirtschaftssanktionen gegen Russland sind genauso Völkerrechts widrig wie der russische Angriff auf die Ukraine.
Die Völker der Welt verlangen, dass das Kriegsgemetzel in der Ukraine ein Ende nimmt. Deutschland und die USA müssen ihre Verantwortung für Verhandlungen, die zum Frieden führen, wahrnehmen.
Das ZFK erinnert an die mutigen Friedensworte von Bernhard Nolz auf einer Kundgebung am 18. September 2001 auf dem Unteren Schlossplatz, für die er mit dem Aachener Friedenspreis und einem Preis für Zivilcourage geehrt wurde. Damals sagte er u.a.:
„Nach den grausamen Erfahrungen des 2. Weltkrieges hatte die Gemeinschaft der Völker die Vereinten Nationen gegründet. Dort sollen die Probleme und Konflikte verhandelt werden und auf friedliche Art und Weise – ohne Krieg – gelöst werden. … Wir wollen keinen Krieg! … Wir verweigern uns der Gewalt und dem Krieg! … Vielmehr sind Besonnenheit und Mäßigung gefragt, um die Spirale der Gewalt zu stoppen! … Wir fordern die Politiker auf, die Steuergelder nicht für neue Waffen und in sinnlosen Kriegen zu verschleudern. Hilfsorganisationen und Friedensdienste sollten in die Krisengebiete geschickt werden. Genau das meinte Bertha von Suttner mit ihrer Parole: Die Waffen nieder!“
Diese Worte haben an Aktualität nichts eingebüßt. Sie gelten für den Ukraine-Krieg genauso. 2001 aber haben die USA – mit späterer deutscher Beteiligung – Afghanistan Völkerrechts widrig angegriffen, zehntausende Menschen getötet und das Land verwüstet.
Das ZFK hofft, dass alle Beteiligten des Ukraine-Krieges den 11. September zum Anlass nehmen, zum Friedensgebot des Völkerrechts zurück zu kehren.
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