Mit jedem Tag nach den Mordtaten von Hanau und Volkmarsen mehren sich die Hinweise darauf, dass der hessische Verfassungsschutz erneut – wie schon beim NSU – seine Finger im Spiel haben könnte. Dazu die folgende Satire.
Hessischer Ruhestand
„Ich temme mich mit aller Kraft gegen das Vergessen!“ Die letzten Worte von Volker Bouffier. Denn unmittelbar danach habe der hessische Ministerpräsident das sich selbst auferlegte Schweigegelöbnis in Kraft gesetzt. Nach Hanau werde er, so Bouffier, im nächsten Vierteljahr an mindestens 120 Tagen schweigen. Sein Schweigeschwur solle sich immer automatisch um drei weitere Monate verlängern, bis alle hessischen Geheimagenten enttarnt und entwaffnet seien – höchstens jedoch um 120 Jahre. Alle darüber hinaus gehenden Regelungen unterlägen der Geheimhaltung. Nur so viel ist aus Kreisen der Lügenpresse bekannt geworden: Volker, der Schweigsame, habe eine Langzeitstudie über den hessischen Staatsterrorismus der 120 Jahre vor Beginn seiner Regentschaft in Auftrag gegeben. Das sei er den Opfern schuldig, die für uns alle auch ohne Mitwirkung des hessischen Verfassungsschutzes gestorben sind. Das Volk trat singend auf die Straße: „Wir lieben dich, Volkheer Bouf-vier / doch schöner ist es ohne dir!“
Bericht von Siegbärt, Siegener Berliner Bär, nieder geschrieben von Bernhard Nolz, Friedenspädagoge und Satiriker.
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