Einjährige Friedensbilanz 2023
Seit einem Jahr hängen in den Fenstern des Zentrums für Friedenskultur (ZFK) in der Kölner Straße in Siegen drei weiße Friedenstauben auf blauem Grund. Sie drücken die Hoffnung aus, dass die Politiker:innen zum Frieden zurückfinden und das Töten in der Ukraine und anderswo beenden.
Natürlich müssen wir alle erst noch verdauen, dass Merkel erklärt hat, dass sich ihre Regierung einen „Scheißdreck“ um das Völkerrecht geschert und die Ukraine für den Krieg gegen Russland angestachelt hat.
Noch sieht es in Deutschland nicht nach Frieden aus. Denn laut Presse befindet sich „Pistorius im Angriffsmodus“ gegen Russland. Aber der „Kriegsminister“, der Deutschland am Dnjepr verteidigen will, streitet noch mit seinem feministischen Kollegin darüber, ob nicht Russland doch zunächst kriegerisch wirtschaftlich ruiniert werden soll.
Derweil will Deutschland das US-Militär aus dem Kriegsrennen nehmen und nach Hause schicken, weil die Nord Stream Pipelines zu voreilig gesprengt worden sind. Schon bald hätten wir „unser“ Gas aus den deutsch-russischen Kolonien kostenlos beziehen können.
Was hier in ironischer Weise kolportiert wird, geschieht in Wirklichkeit auf den Gräbern Zehntausender ukrainischer und russischer Soldaten und Söldnern sowie tausender Zivilist:innen unterschiedlicher Nationalität.
Friedenskultur bedeutet „Nie wieder Krieg!“ und Abbau von Feindbildern, heißt Abrüstung und Verständigung, Frieden und Gerechtigkeit. Wir haben noch von keinem deutschen Regierungspolitiker, von keiner deutschen Regierungspolitikerin eine Erklärung gehört, warum das friedliche Zusammenleben der Völker und Staaten nicht möglich sein soll, warum sie keine Energie investieren wollen, um zu friedlichen Konfliktlösungen zu kommen.
Wenn das der Fall ist, können wir unsere Friedenstauben einziehen.
Bernhard Nolz
Zentrum für Friedenskultur
Pädagoginnen und Pädagogen für den Frieden
Kölner Str. 11
57072 Siegen
01718993637
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