Gegen Rassismus und Krieg – für Frieden und Toleranz

Gegen Rassismus und Krieg – für Frieden und Toleranz

Aufruf des Zentrums für Friedenskultur (ZFK) zum 16.12.2018

Zum Tag des Gedenkens an die Zerstörung Siegens am
16. Dezember 1944

Das Gedenken an die Zerstörung Siegens im 2. Weltkrieg hat eine lange Tradition. Der Beginn der offiziellen Gedenkfeiern lässt sich auf das Jahr 1950 zurück führen. Demonstrationen und Kundgebungen, Veranstaltungen und Aktionen der Siegerländer Friedensbewegung begannen 1981 und werden bis heute fortgeführt.

Wir erheben unsere Stimme gegen Ausländerhass und Fremdenfeindlichkeit und verurteilen die Abschottungspolitik der EU gegenüber den Flüchtlingen, die aus den Kriegsgebieten in Afrika, im Nahen Osten und in Afghanistan fliehen. Neben dem Klimawandel und dem Landraub sind die von den NATO-Staaten geführten Kriege die Hauptursache für die Fluchtbewegungen. Deshalb fordern wir ein sofortiges Ende der Auslandseinsätze der Bundeswehr und der Rüstungsexporte sowie die Rückkehr der deutschen Politik zum Völkerrecht.

Für uns ist es unerträglich, dass die EU-Staaten Flüchtlinge im Mittelmeer ertrinken lassen oder sie in die nordafrikanischen Flüchtlingslager und Elendsquartiere zurück transportieren.

Unsere Solidarität gilt den Flüchtlingen sowie den Helfer*innen auf den Rettungsschiffen; deshalb unterstützen wir die „Aktion Seebrücke“.

Darüber hinaus fordern wir die Stadt Siegen auf, Mitglied im Städtebündnis „Stadt der Zuflucht“ zu werden, weil wir darauf bauen, dass Flüchtlinge und Migrant*innen von der Bevölkerung Siegens willkommen geheißen werden. Grundlagen für diese Haltung sind weltanschauliche Toleranz und der Respekt vor der Würde des Anderen. Diese Werte verteidigen wir gegen rechtspopulistische Parolen, gegen Gewalt gegenüber Andersdenkenden und gegen nationalistische Hetze. Gleichzeitig fordern wir, die staatlichen Verstrickungen in die rechtsextremistische Gewalt- und Mordszene umgehend und endgültig zu beenden.

Für den inneren Frieden und ein respektvolles Miteinander ist es entscheidend, dass alle Menschen in sozialer Sicherheit und fürsorglicher Gemeinschaft leben können. Dazu müssen als erstes Armut, prekäre Arbeitsverhältnisse und Sanktionen gegen Bezieher*innen von sozialer Grundsicherung überwunden werden.

Es trägt nach unserer Ansicht zum sozialen Frieden bei, wenn schrittweise alle Bereiche der Daseinsvorsorge gemeinschaftlich organisiert (z.B. in Sozialgenossenschaften) und größtenteils kostenlos angeboten werden. Dies sollte die Energie- und Wasserversorgung, die Abwasser- und Müllentsorgung, die Telekommunikation, den Nahverkehr, die Wohnungswirtschaft sowie die Bildungs-, Kultur- und Gesundheitsbereiche umfassen.

Wir halten an der Vision von einer friedlichen und gerechten Welt fest und setzen uns ein für gewaltfreie Konfliktlösungen, für Völkerfreundschaft und für wirtschaftliche und kulturelle Kooperationen auf Augenhöhe. Wir alle brauchen den Frieden zum Leben! Nieder mit dem Krieg!

Hinterlasse einen Kommentar

Schreib Bernhard Nolz direkt zu diesem Beitrag. Deine Nachricht geht per E-Mail an ihn.

Zu diesem Beitrag: Gegen Rassismus und Krieg – für Frieden und Toleranz