Literaturcafé am Sonntag Nachmittag im ZFK
Abgründiger Humor und kritischer Widerstand: Irmtraut Morgner
Die Veranstaltungsreihe „Literaturcafé“ wird am 28. August 2016 um 15.00 Uhr mit der Vorstellung der Schriftstellerin Irmtraut Morgner fortgeführt. Olaf n. Schwanke stellt Irmtraut Morgner (1933 – 1990) vor, unter dem Motto „Humor als aktiver Widerstand gegen die Bedrohung“.
Abgründiger Humor und kritischer Widerstand gegen alles scheinbar Selbstverständliche waren in der Tat Kennzeichen der Literatur der eingefleischten DDR-Autorin Irmtraut Morgner. In Chemnitz in proletarischen Verhältnissen aufgewachsenen, musste sie sich den Zugang zur Literatur gegen viele Widerstände erkämpfen. An der Universität Leipzig studierte sie bei Hans Mayer und Ernst Bloch. Ihre epochalen Werke „Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz nach Zeugnissen ihrer Spielfrau Laura“ (1975) und „Amanda. Ein Hexenroman“ (1983) machten den Geschlechterkonflikt und die uneingelöste Gleichberechtigung der Frau in der DDR zum Thema. Sie wurden wegweisend für die darauf folgende vielfältige Weiterbearbeitung des Themas bei Schriftstellerinnen in der DDR wie in der BRD. Sie starb, einigermaßen verzweifelt an den Verirrungen der Frauenemanzipation ebenso wie am scheiternden Sozialismus, dessen Zusammenbruch sie nicht mehr erlebte.
Weitere Termine und AutorInnen des Literaturcafés 2016
25.09.2016: Hans Henny Jahnn
30.10.2016: Erasmus Schöfer
27.11.2016: Günther Anders
18.12.2016: Johan Galtung
Auskunft erteilt: Prof. Dr. Wolfgang Popp, 0271-20596
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