Pädagoginnen und Pädagogen für den Frieden (PPF) und das Siegener Zentrum für Friedenskultur zu den Olympischen Spielen 2022 in Beijing
Olympischer Frieden – ein Fremdwort?
Jedes Schulkind kennt die Geschichte der Olympischen Spiele der Neuzeit, ihre antiken griechischen Vorläufer und Pierre Baron de Coubertin, der die Olympischen Spiele wiederbelebt hat. Coubertin war Pädagoge und Pazifist und begeisterte die Welt mit der Idee von den Olympischen Spielen, auf denen die Jugend zu sportlichen Wettkämpfen zusammen kommt und zur Völkerverständigung beitragen und dem Weltfrieden dienen würde.
Die Pädagoginnen und Pädagogen für den Frieden halten an Coubertins Idee fest und kritisieren die westlichen Regierungen, die sich zu einem diplomatischen Boykott der Winterspiele in Beijing entschlossen haben. Auf diese Weise wird den Sportlerinnen und Sportlern die nötige politische Unterstützung entzogen. Ganz abgesehen davon, dass die Politiker:innen die Chance ungenutzt lassen, ihren Aufenthalt in Beijing mit informellen Friedensgesprächen mit den Gastgeber:innen und anderen ausländischen Gästen zu verbinden.
„Wir wissen, wovon wir sprechen“, erklärt PPF-Sprecher Bernhard Nolz. „In den 1980/90-er Jahren haben die Friedenspädagog:innen etliche internationale Friedenspädagogik-Kongresse mit organisiert, vom Erfahrungsaustausch profitiert und neue Freunde gefunden. Die olympischen Sportler:innen machen z.Z. in China die gleichen Erfahrungen. Die deutschen Politiker:innen aber sind am Frieden nicht interessiert, sondern schüren die Konflikte mit Boykott, Kriegsrhetorik und Sanktionen. Von olympischem Frieden keine Spur!“
Kontakt: Bernhard Nolz, Aachener Friedenspreisträger, 0171 8993637, nolzpopp@web.de
Hinterlasse einen Kommentar
Schreib Bernhard Nolz direkt zu diesem Beitrag. Deine Nachricht geht per E-Mail an ihn.