UN-Weltfriedenstag am 21. September

UN-Weltfriedenstag am 21. September

Pressemitteilung der Pädagoginnen und Pädagogen für den Frieden zum UN-Weltfriedenstag 2020 am 21. September

Weltfrieden in die Knie gegangen

Der internationale Weltfriedenstag 2020 steht ganz im Zeichen der Corona-Pandemie. Die Abwehrmaßnahmen gegen das Virus von fast allen Staaten haben globalen Unfrieden erzeugt.

Am Weltfriedenstag werden die Regierungen zum Frieden, d.h. zur Abkehr von der Gewaltpolitik aufgerufen. Frieden heißt Gewalt abzubauen und zu überwinden. Gewalt liegt vor, wenn die Bedürfnisse von Menschen und die Interessen von Staaten von den Politiker*innen unbeachtet bleiben.

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen beschloss 1981: „Der International Day of Peace soll genutzt werden, um die Idee des Friedens sowohl innerhalb der Länder und Völker als auch zwischen ihnen zu stärken.“

Mit den Lockdown-Maßnahmen wurde das Gegenteil erreicht. Sie haben die Gegensätze innerhalb der Gesellschaften und zwischen den Staaten verschärft, weil die Reichen und Großen (Menschen, Betriebe und Staaten) reicher und die Armen und Kleinen (Menschen, Betriebe und Staaten) ärmer geworden sind.

Corona hat die unfriedlichen und ungerechten Strukturen des Kapitalismus offenbart. Denn Finanzspekulationen und Kriegseinsätze konnten ungehindert fortgeführt werden und die Digitalkonzernherren machten im gesellschaftlichen Stillstand Megagewinne, die gar nicht oder nur unzureichend versteuert werden.

Mit voller Gewalt wurden die Volkswirtschaften gegen die Wand gefahren, wurden dann die Privatbanken und -Firmen mit Steuergeldern gerettet, was die Staatsverschuldung in unvorstellbare Höhen treibt und keinen Euro für Bildung und Soziales übrig lässt.

Dieser Marktradikalismus ist krank und macht krank. COVID-19 ist sein Kind. Umweltzerstörung und Klimaveränderungen, unzureichende Krankheitsversorgung, schlechte Lebensmittel und ausbeuterische Arbeitsbedingungen schwächen die menschlichen Abwehrkräfte und zerstören den sozialen Frieden.

Was hilft, ist die Besinnung auf das Völkerrecht und die Menschenrechte. Ist das unstillbare Verlangen der Menschen nach Frieden und Gerechtigkeit. Sind Kooperationen und Völkerverständigung. Sind Abrüstung, Deeskalation und gewaltfreie Konfliktbearbeitung. Ist ein internationales Corona-Tribunal zur Wahrheitsfindung.

Pädagoginnen und Pädagogen für den Frieden, Sprecher: Bernhard Nolz, Kölner Str. 11, 57072 Siegen, 01718993637, nolzpopp@web.de

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